Ozonabbauende Substanzen

Chemisch synthetisierte Stoffe, welche die Ozonschicht schädigen, werden ozonabbauende Substanzen (ODS) genannt. Es handelt sich hierbei um halogenierte Chemikalien zu denen unter anderem die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW), Halogenkohlenwasserstoffe (Halone) und bestimmte andere Stoffe gehören.

Anwendung

Wegen ihrer chemischen Stabilität, Unbrennbarkeit und niedrigen Toxizität werden ozonschichtzerstörende Chemikalien in großem Umfang in verschiedenen Anwendungen benutzt. ODS wurden in Europa bis vor kurzem als Kältemittel, Feuerlöschmittel, in der Schaumstoff-Produktion und als Reinigungs- und Lösemittel eingesetzt. In Entwicklungs-und Schwellenländern sind diese Anwendungen auch heute noch erlaubt und sehr verbreitet.

Regelungen

In den 1970er und 1980er Jahren mehrten sich wissenschaftlich fundierte Hinweise auf das ozonabbauende Potential der ODS und ihrer Beteiligung an der Entstehung des Ozonlochs. 1985 wurde die Wiener Konvention zum Schutz der Ozonschicht verabschiedet und 1987 durch das Montreal Protokoll ergänzt. Das Ziel des Protokolls ist der weltweite Ausstieg aus Produktion und Verwendung von ODS. Dabei gelten für die Industrieländer kürzere Fristen als für die Entwicklungsländer, denen außerdem finanzielle Hilfen über den Multilateralen Fonds zur Verfügung gestellt werden. Der Fonds trägt die zusätzlichen Kosten, die den Entwicklungsländern durch die Einhaltung des Montrealer Protokolls entstehen.

In der EU wird das Montrealer Protokoll durch die ODS-Verordnung 1005/2009 umgesetzt, in Deutschland durch die Chemikalien-Ozonschichtverordnung.

Das Montrealer Protokoll ist von allen UN-Staaten der Welt ratifiziert worden und wird daher als besonders erfolgreiches Umweltabkommen gefeiert. Die weltweite Verwendung von FCKW ist bereits um über 95% zurückgegangen und auch der Einsatz anderer ODS nimmt ab. Jedoch wird die Ozonschicht noch viele Jahre brauchen, um sich zu regenerieren.

Ausgewählte Arbeiten

European Topic Center on Air Pollution and Climate Change Mitigation (ETC/ACM): Dieses Konsortium aus 14 Partnerorganisationen in 10 europäischen Ländern unterstützt die Europäische Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen. Wir sind seit Januar 2014 Partner in diesem Konsortium und u.a. führen das Datenmanagement für ODS durch.