Glossar

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A

Annex-I search for term

In der Klimarahmenkonvention wird unter den Vertragsstaaten zwischen Annex-I- und Nicht-Annex-I-Staaten unterschieden. Die im Annex-I aufgeführten Staaten sind Industrieländer. Die nicht aufgeführten sind Schwellen- und Entwicklungsländer. Wegen der historischen Verantwortung und höheren Leistungsfähigkeit haben die Annex-I-Staaten in der Regel mehr Verpflichtungen als die Nicht-Annex-I-Staaten.

B

Blends search for term

Die sogenannten Kältemittelblends sind Gemische aus verschiedenen Kältemitteln. Durch die Vermischung kann die Brennbarkeit verringert oder ein niedrigerer GWP erreicht werden. Dabei kommt es auf das jeweilige Mischverhältnis an. Kältemittelblends sind zum Beispiel: R404A, R407C und R410A

Bundes-Immissionsschutzgesetz search for term

Das BImSchG ist ein Bundesgesetz, das vor schädlichen Umwelteinwirkungen Durch Emissionen schützen, diese mindern und dem Entstehen von Emissionen vorbeugen soll.

Bundes-Immissionsschutzverordnungen search for term

Die BImSchV sind die Verordnungen zur Umsetzung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG).

C

Chemikalien-Klimaschutzverordnung search for term

Die ChemKlimaschutzV trat 2008 in Kraft und implementiert die EU-F-Gase-Verordnung in Deutschland. Zuletzt wurde sie am 14.02.2017 geändert. Sie trifft Regelungen für die Sachkunde und Zertifizierung des Wartungspersonals und von Serviceunternehmen. Darüber hinaus beinhaltet sie zusätzliche Maßnahmen wie etwa Grenzwerte für spezifische Kältemittelverluste aus stationären Kälte- und Klimaanlagen.

Chemikalien-Ozonschicht-Verordnung search for term

Die ChemOzonschichtV ist eine Bundesverordnung, die ergänzend zur europäischen ODS Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, regelt und stellt so die nationale Ausgestaltung der EU-Regelung dar.

CO2-Äquivalente search for term

CO2-Äquivalente sind ein Maß für Emissionen von Treibhausgasen, welches CO2 als Vergleichswert hat. Dadurch sollen Treibhausgasemissionen relativ an ihrem Treibhauspotential dargestellt werden können. So kann erfasst werden, wieviel eine bestimmte Menge an Treibhausgasen, in Relation zur gleichen Menge von CO2, zum Treibhauseffekt beiträgt. CO2-Äquivalente beziehen sich immer auf einen bestimmten Zeitraum, z. B. 100 Jahre. Die Menge einer Substanz multipliziert mit dem GWP dieser Substanz ergibt das CO2-Äquivalent.

13t R134a * 1.430(GWP 100 von R134a) = 18.590t CO2-Äquivalent.
Common Reporting Format search for term

Das Common Reporting Format (CRF) besteht aus Inventartabellen, in die sämtliche Treibhausgasemissionen aus allen Sektoren eines Staates eingetragen werden können. Dabei enthalten die Tabellen nicht nur die Aufschlüsselung nach Sektoren, sondern auch nach Gasen. Das CRF ist ein standardisiertes Format, das durch das Klimasekretariat entwickelt wurde und kontinuierlich fortgeschrieben wird. Es ist ein wichtiges Instrument für die Emissionsberichterstattung. Jeder Annex-I-Vertragsstaat trägt seine Treibhausgasemissionen in die CRF-Tabellen ein. So wird eine Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet. Das Treibhausgasinventar eines Staates besteht aus den CRF-Tabellen und dem nationalen Inventarbericht.

E

Emissionsberichterstattung search for term

Emissionsberichte enthalten Angaben über die Menge der national ausgestoßenen Treibhausgase in Tonnen und CO2-Äquivalenten. Im Rahmen internationaler Abkommen, wie der Klimarahmenkonvention, müssen diese Berichte regelmäßig von den Vertragsstaaten erstellt werden, damit die Emissionen kontrollierbar und vergleichbar sind. Durch die Klimarahmenkonvention wird nicht nur vorgeschrieben, welche Gase berichtet werden müssen, sondern auch die hierzu anzuwendenden Berechnungsgrundlagen. Die genaue Methodik zur Ermittlung der Emissionsquellen wird international durch den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen ( siehe IPCC Guidelines) entwickelt. Auf nationaler Ebene wird diese Methodik weiter ausgearbeitet und angepasst, da nicht in jedem Land für jeden Sektor die gleichen Informationen zur Verfügung stehen.

F

F-Gase search for term

Unter dem Sammelbegriff „F-Gase“ werden fluorierte Treibhausgase verstanden. Es handelt sich hierbei um die Stoffgruppen HFKW, FKW, SF6 und NF3. Die F-Gase unterliegen wegen ihrer hohen Treibhauspotenziale der Klimarahmenkonvention und der europäischen F-Gase-Verordnung. Sie wurden zum Teil als Ersatzstoffe für ozonabbauende Substanzen entwickelt und werden heute u.a. als Kältemittel, Treibmittel, Lösemittel und Aerosole eingesetzt.

F-Gase-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 search for term

Die F-Gase-Verordnung ist eine EU-Verordnung, welche Maßnahmen zur Vermeidung von Emissionen aus verschiedenen Anwendungen von fluorierten Treibhausgasen beinhaltet. Diese Maßnahmen sind z.B. Dichtheitsprüfungen für stationäre Kälte- und Klimaanlagen, Rückgewinnung von gebrauchten Kältemitteln und anschließende Recycling- /Wiederaufbereitungs- bzw. Zerstörungsmaßnahmen, Sachkunde und Zertifizierung von Personal und Unternehmen, Aufzeichnungs- und Kennzeichnungspflichten sowie die Kontrolle der Verwendung sowie Verbote von F-Gasen in einigen Anwendungen. Ein Hauptziel ist der sog. „Phase down“ der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (HFKW), also die schrittweise Reduzierung der in den Verkehr gebrachten Menge dieser Stoffe. Die erste F-Gase-Verordnung (EU) Nr. 842/2006 wurde 2011-2014 überarbeitet.

Fluorkohlenwasserstoffe search for term

Man unterscheidet bei Fluorkohlenwasserstoffen zwischen teilfluorierten- (HFKW) und perfluorierten Kohlenwasserstoffen (FKW). HFKW besitzen noch Wasserstoffatome, während selbige bei FKW vollständig durch Fluoratome ersetzt wurden. Dies geschieht während der Fluorierung oder auch Halogenierung. Die fluorierten Kohlenwasserstoffe dienen als Kältemittel und wurden als Ersatz für die mittlerweile verbotenen FCKWs und Halone eingesetzt. Sie gehören zu den F-Gasen, wodurch sie in den Anwendungsbereich der EU F-Gase-Verordnung fallen.

H

Hydrofluor-Olefine search for term

HFOs sind synthetische Kältemittel, die entwickelt wurden, um bisherige Kältemittel, wie R134a, zu ersetzen. Im Gegensatz zu diesen, werden HFOs in der Atmosphäre sehr viel schneller abgebaut und  haben somit ein weitaus niedrigeres Treibhauspotential. In der Autoindustrie wird das HFO R1234yf, das ein GWP von 4 aufweist, in Klimaanlagen neuer Modelle verwendet.

I

IPCC-Leitlinien search for term

Die IPCC-Leitlinien liefern Methoden zur Bewertung und Schätzung anthropogen verursachter Emissionen. Auf dieser Grundlage können nationale Inventare anhand der Quellen und Senken von Treibhausgasen erstellt werden. Sie schließen an vorherige Leitlinien (Revised 1996 Intergovernmental Panel on Climate Change Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories) und die nachfolgenden Good Practice Reports (IPCC Good Practice Guidance and Uncertainty Management in National Greenhouse Gas Inventories and IPCC Good Practice Guidance for LULUCF) an. Auf diese Weise wird garantiert, dass so schnell wie möglich von den vorherigen zu den neuen Leitlinien über gegangen werden kann.

Die IPCC-Leitlinien umfassen insgesamt fünf Bände:
Band 1: Allgemeine Richtlinien und Berichterstattung
Band 2: Energie
Band 3: Industrielle Prozesse und Produktnutzung
Band 4: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung
Band 5: Abfall

K

Kigali Vereinbarung search for term

Das im Oktober 2016 in Ruanda verabschiedete „Kigali Amendment“ gilt für die Vertragsstaaten des Montrealer Protokolls. Dieses soll im Januar 2019 in Kraft treten und beinhaltet unterschiedliche Zeitpläne für stufenweise Mengenbeschränkungen von HFKW in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. Für Industrieländer ist eine Reduktion des HFKW-Verbrauchs um 85 Prozent bis 2036 vorgesehen, wobei der erste Reduktionsschritt für die meisten Industrieländer bereits für 2019 festgesetzt ist. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer gelten differenzierte Reduktionspläne mit Zielen von 80 bzw. 85 Prozent für den Zeitraum von 2024 bis 2047. Die in Kigali vereinbarten HFKW-Reduktionsziele sind ein bedeutender Schritt, um die im Pariser Übereinkommen festgelegten Langfristziele zur Reduktion von anthropogen verursachten Treibhausgasen zu realisieren. Bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen erhalten Entwicklungsländer zusätzliche finanzielle Unterstützung über den Multilateralen Fonds (MLF) des Montrealer Protokolls.

Klimarahmenkonvention search for term

Die Klimarahmenkonvention ist ein internationales, multilaterales Abkommen der Vereinten Nationen. Sie wurde 1992 beschlossen und trat 1994 in Kraft. Das Hauptziel liegt darin eine gefährliche anthropogene Störung des Klimas zu verhindern. Um dies zu erreichen soll durch das internationale Abkommen eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration erreicht werden. Das oberste Entscheidungsgremium der Klimarahmenkonvention ist die järhlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz. Aktuell haben 195 Staaten die Klimarahmenkonvention ratifiziert. Im Dezember 2015 wurde auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz (COP21) das Pariser Übereinkommen als - nach dem Koyoto-Protokoll - zweite Ergänzung zur Klimarahmnenkonvention verabschiedet.

Kyoto-Protokoll search for term

Das Protokoll von Kyoto ist ein 1997 in Kyoto beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Ziel des Protokolls war die Senkung des jährlichen Treibhausgasausstoßes der Industrieländer innerhalb der ersten Verpflichtungsperiode (2008 – 2012) um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990. Bis heute haben 191 Staaten das Kyoto Protokoll ratifiziert. Im Rahmen der zweiten Verpflichtungsperiode (2013 - 2020) werden die Reduktionspflichten fortgeschrieben. Zudem wurde zu den sechs im Kyoto-Protokoll aufgenommenen Treibhausgasen Stickstofftrifluorid (NF3) hinzugefügt. Die USA ratifizierten das Protokoll nie, Kanada  zog seine Ratifizierung 2013 zurück. Das Kyoto-Protokoll wird ab 2020 durch das Pariser Übereinkommen abgelöst.

Kältemittel search for term

Kältemittel sind Stoffe, die in Kältemaschinen den Wärmetransport übernehmen, z.B. in Klimaanlagen. Unterhalb der Umgebungstemperatur und bei niedrigem Druck nehmen sie Wärme auf und oberhalb  der Umgebungstemperatur und bei hohem Druck geben sie Wärme ab. Dabei durchlaufen sie Zustandsänderungen, Verdampfung und Verflüssigung. Im Gegensatz zu Kühlmitteln können sie dadurch die Temperatur eines Gegenstands niedriger als die Umgebungstemperatur kühlen. Man unterscheidet zwischen „natürlichen“ und synthetischen Kältemitteln. Natürliche Kältemittel sind beispielsweise Ammoniak, Kohlenstoffdioxid, Wasser, Luft oder Propan. Synthetische Kältemittel sind die F-Gase.

M

Measuring, Reporting, Verification search for term

Die im Rahmen der Klimarahmenkonvention vereinbarten MRV-Regelungen beinhalten allgemein, dass die Vertragsstaaten ihre national ausgestoßenen Treibhausgase messen (Measuring), diese in Berichten und Inventaren zusammenfassen (Reporting) und an internationale Stellen zur Prüfung und Analyse weitergeben (Verification). Die MRV-Regelungen dienen dazu die Emissionen der Staaten transparent darzustellen und eine Kontrolle zu ermöglichen.

Montrealer Protokoll search for term

Das Montrealer Protokoll ist ein multilaterales Umweltabkommen, das die Verwendung von ozonabbauenden Stoffen regelt. Hauptziel war der weltweite Ausstieg aus der FCKW-Produktion und -Verwendung. Das Protokoll wurde im September 1987 unterzeichnet und wurde von allen 197 Vertragsparteien (196 Vertragsstaaten und die EU) ratifiziert. Bis zum Jahr 2004 wurde die Produktionsmenge an ozonschädigenden Stoffen um 97 Prozent gegenüber 1987 gesenkt, weshalb es als eines der erfolgreichesten internationalen Abkommen gesehen wird. Durch die in Kigali verabschiedete Änderung des Montrealer Protokolls und den dort vereinbarten Zielen zur Reduktion der stark klimaschädigenden HFKW weitet sich die Zielsetzung dieses Abkommens auf den Klimaschutz aus.

N

Nationaler Inventarbericht search for term

Ein nationaler Inventarbericht (Englisch: National Inventory Report, NIR) ist ein Bestandteil des Treibhausgasinventars. In nationalen Inventarberichten werden regelmäßig und detailliert die Treibhausgasemissionen eines Staates dargestellt und berechnet. Außerdem werden die Methoden und Datenquellen erläutert, die zur Datenerhebung angewandt wurden. Diese orientieren sich an den  vom  Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) dafür entwickelten Methoden. Die Inventarberichte beziehen sich auf den Zeitraum der Inventartabellen.

Nichtregierungsorganisationen search for term

Nichtregierungsorganisationen sind nicht-staatliche Organisationen, Institutionen, Vereine oder Gruppierungen, die international, national, regional oder lokal tätig sind, die nicht gewinnorientiert handeln, sondern im Interesse ihres speziellen Themengebiets, wie zum Beispiel Klima- und Umweltschutz oder Menschenrechte. Nichtregierungsorganisationen nehmen in internationalen Verhandlungen eine wichtige beratende Rolle ein. Sie stellen ihre Expertise zur Verfügung und bilden häufig ein Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und politischen Instanzen. Die Nichtregierungsorganisationen werden auch „NGOs“ genannt, abgeleitet von der englischen Bezeichnung „non-governmental organisations“.

O

ODS Regulation (EG) Nr. 1005/2009 search for term

Diese EU-Verordnung beinhaltet Regelungen zu Stoffen, die zum Abbau der Ozonschicht führen (ODS). Sie setzt damit den rechtlichen Rahmen für die Einhaltung von Verpflichtungen, die die EU als Vertragspartei des Montrealer Protokolls erfüllen muss. Die Regelungen betreffen die Produktion, Ein- und Ausfuhr, Verwendung, Rückgewinnung, Aufarbeitung und Zerstörung  sowie das Inverkehrbringen und Recycling dieser Stoffe.

Ozonabbauende Substanzen search for term

Ozonabbauende Substanzen (Englisch: Ozone Depleting Substances, ODS) sind Substanzen, die sich in der Stratosphäre sammeln und dort Ozon abbauen. Es handelt sich in der Regel um Kohlenwasserstoffe, die ein oder mehrere Chlor- oder Fluoratome beinhalten. Die Halogenatome verbinden sich in der Ozonschicht mit freien Sauerstoffradikalen und verhindern bis zum Zerfall der eigenen stabilen Bindung die Entstehung neuer Sauerstoffradikale. Die ozonabbauenden Substanzen werden unter dem Montrealer Protokoll geregelt. Es handelt sich hierbei um die Stoffgruppen FCKW, HFCKW und Halone sowie Methylbromid, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethan und Chlorbrommethan.

Ozonabbaupotential search for term

Eine relative Maßzahl, die das Potential eines Stoffes angibt die Ozonschicht abzubauen. Das Ozonabbaupotenzial (Englisch: Ozone Depletion Potential, ODP) eines Stoffes ergibt sich aus seinem ODP-Wert. Dieser gibt das Ozonabbaupotenzial relativ zu jenem des Stoffes Trichlorfluormethan (R 11) an.

P

Pariser Übereinkommen search for term

Das Pariser Übereinkommen trat im November 2016 in Kraft und hat das Ziel, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad Celsius – wenn möglich auf 1,5 Grad Celsius – gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Hierzu muss die Weltwirtschaft zur zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts dekarbonisiert, d.h. treibhausneutral, werden. Erstmals legen alle Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention nationale Klimaschutzziele (sog. „national determined contribution“ (NDC)) vor, die alle fünf Jahre überprüft und angepasst werden sollen.

Phase down search for term

Der sog. "Phase down" ist ein wichtiger Bestandteil der EU F-Gase-Verordnung. Der "Phase down" bedeutet eine stufenweise Verringerung der Menge (in CO2-Äquivalenten) von in Verkehr gebrachten teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) auf dem EU-Markt gemäß eines festgelegten Reduktionsschemas. Als Basis der Berechnung (Baseline) dient der Durchschnitt der EU-weit in Verkehr gebrachten HFKW-Menge zwischen 2009 und 2012. Im Jahr 2015 liegt die erlaubte Menge bei 100 Prozent dieses Ausgangswertes. Bis zum Jahr 2030 soll eine stufenweise Reduktion auf 21 Prozent erfolgen.

R

Richtlinie 2006/40/EG search for term

Die EU-Richtlinie über Fahrzeugklimaanlagen (Englisch: Mobil Air Conditioning, MAC) sieht einen Ausstieg aus der Verwendung von Kältemitteln mit einem hohen Treibhauspotential in mobilen Klimaanlagen vor. Bisher wurde das Kältemittel R134a für mobile Klimaanlagen genutzt (GWP=1430). Laut dieser Richtlinie dürfen in Klimaanlagen nur noch Kältemittel mit einem GWP bis maximal 150 verwendet werden. Ab Januar 2017 gilt die Regelung für sämtliche Neuwagen.

T

Treibhausgase search for term

Treibhausgase sind naturgemäß in der Atmosphäre der Erde zu finden. Sie bilden eine Schicht in der Atmosphäre, die die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen zum Teil am Austreten in den Weltraum hindert und die Kälte des Weltraums abblockt, und so Leben auf der Erde überhaupt ermöglicht. Dies nennt man den Treibhauseffekt, der auf der Erde für eine Durchschnittstemperatur von ca. 15 Grad Celsius sorgt. Allerdings werden seit der Industrialisierung einige Treibhausgase von Menschen „künstlich“ emittiert, zum Beispiel durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Die emittierten Treibhausgase nennt man „anthropogene Treibhausgase“. Der vermehrte Ausstoß von anthropogenen Treibhausgasen erhöht die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre in solchem Maß, dass sie undurchlässiger wird und so letztlich die Klimaerwärmung bewirkt. Die Klimaerwärmung birgt viele Gefahren für die internationale Gemeinschaft. Deswegen wurde international beschlossen den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken.
Zu den anthropogenen Treibhausgasen gehören Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), HFKW, FKW, Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).
Zu den wichtigsten natürlichen Treibhausgasen gehört auch Wasserdampf.

Treibhausgasinventar search for term

Treibhausgasinventare enthalten Informationen und Statistiken zu Treibhausgasemissionen von Annex-I-Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention. Treibhausgasinventare müssen laut der Klimarahmenkonvention regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht werden. Sie bestehen aus einem Nationalen Inventarbericht (National Inventory Report, NIR) und Inventartabellen im Common Reporting Format (CRF).

Treibhauspotenzial search for term

Das Treibhauspotenzial ist ein entwickelter Wert, der angibt, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt, d.h. Erwärmung der Erde, beiträgt. Der Wert wird auch als GWP (Global Warming Potential) bezeichnet und wird immer im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) gesehen (GWP = 1). Der Wert beschreibt die Wirkung über einen bestimmten Zeitraum, der bei 20, 100 oder 500 Jahren liegen kann. Meist wird ein Wert verwendet, der sich auf 100 Jahre bezieht.Das GWP der einzelnen Treibhausgase wird durch den IPCC immer wieder neu berechnet und festgelegt. Zum Beispiel hat Schwefelhexafluorid (SF6) ein GWP von 22.800. Eine GWP-Liste ausgewählter Stoffe ist hier zu finden.

U

Umweltstatistikgesetz search for term

Das Umweltstatistikgesetz (UStatG) wurde 2005 erlassen und dient als rechtliche Grundlage zur Erhebung von Bundesstatistiken, die zum Zweck der Umweltpolitik und zur Erfüllung europa- und völkerrechtlicher Berichtspflichten eingesetzt werden.

V

Vertragsstaatenkonferenz search for term

Die Vertragsstaatenkonferenz (Englisch: Conference of the Parties, COP) ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention. Alle Staaten, die Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention sind, nehmen an der COP teil. Die COP kontrolliert die Umsetzung der Klimarahmenkonferenz und stimmt über völkerrechtliche Verträge, wie das Pariser Abkommen, ab.

Z

Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen search for term

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Englisch: Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist die führende Organisation für die Entwicklung von Methoden, um den nationalen Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu bewerten. Dieser wurde im Jahr 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie (Englisch: World Meteorological Organisation, WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Englisch: United Nations Environment Programme, UNEP) gegründet. Der Ausschuss ist ein wissenschaftliches zwischenstaatliches Gremium, das auf hunderte Wissenschaftler aus der ganzen Welt zurückgreift, die an der Entwicklung der Methoden teilhaben. In seinen Leitlinien und Sachstandsberichten versucht der IPCC eine wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungsträger zu schaffen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Berichte neutral bleiben. Der Ausschuss gibt in diesen Veröffentlichungen keine Verpflichtungen vor, sondern zeigt lediglich Handlungsmöglichkeiten auf. Strukturell besteht der IPCC aus einer Vollversammlung, dem IPCC-Büro und dem Exekutivkomitee, denen das IPCC-Sekretariat unterstellt ist. Außerdem sind diesen Organen drei Arbeitsgruppen und eine Task Force für die nationalen Treibhausgasinventare untergeordnet.

Ö

Ökodesign search for term

Unter Ökodesign ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Gestaltung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten zu verstehen. Dieser umfasst die Produktion, Nutzung und Entsorgung des Produktes, d.h. den gesamten Lebenszyklus.

Im Oktober 2009 trat die Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, den Anteil umweltfreundlicher und ressourceneffizienter Produkte auf dem europäischen Markt zu erhöhen. Dieses Ziel soll durch Mindesteffizienzanforderungen erreicht werden. Beispielhaft dafür stehen Effizienz-Label, die den Energieverbrauch von Produkten ausweisen.