Glossar

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A

Annex-I search for term

In der Klimarahmenkonvention wird unter den Mitgliedsstaaten zwischen Annex-I- und Non-Annex-I-Staaten unterschieden, also den Staaten, die im Annex-I aufgeführt sind, und die Staaten, die nicht im Annex-I aufgeführt sind. Die im Annex-I aufgeführten Staaten sind die Industrieländer. Die nicht aufgeführten sind die so genannten Schwellen- und Entwicklungsländer. Wegen der historischen Verantwortung und höheren Leistungsfähigkeit haben die Annex-I-Staaten in der Regel mehr Verpflichtungen als die Non-Annex-I-Staaten.

Synonyms: Annex-I-Staaten Non-Annex-I-Staaten

B

Blends search for term

Die sogenannten Kältemittelblends sind Gemische aus verschiedenen Kältemitteln. Durch die Vermischung kann die Brennbarkeit verringert oder ein niedrigerer GWP erreicht werden. Dabei kommt es auf das jeweilige Mischverhältnis an. Kältemittelblends sind zum Beispiel: R404A, R407C, R410A

Synonyms: Kältemittelblends

Bundes-Immissionsschutzgesetz search for term

Das BImSchG ist ein Bundesgesetz, das vor schädlichen Umwelteinwirkungen schützen und dem Entstehen dieser vorbeugen soll. Insbesondere sollen durch das Gesetz schädliche Umwelteinwirkungen durch Emissionen vermieden und vermindert werden.

Synonyms: BImSchG

Bundes-Immissionsschutzverordnung search for term

Die BImSchV ist die Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG).

Synonyms: BImSchV

C

Chemikalien-Klimaschutzverordnung search for term

Die Chemikalien-Klimaschutzverordnung (ChemKlimaSchutzV)  trat 2008 in Kraft und implementiert die EU F-Gase-Verordnung in Deutschland. Sie trifft Regelungen für die Sachkunde und Zertifizierung des Wartungspersonals und von Serviceunternehmen. Darüber hinaus beinhaltet sie auch einige zusätzliche Maßnahmen wie etwa Grenzwerte für spezifische Kältemittelverluste aus stationären Kälte- und Klimaanlagen.

Synonyms: ChemKlimaSchutzV

Chemikalien-Ozonschicht-Verordnung search for term

Die Chemikalien-Ozonschicht-Verordnung ist eine Bundesverordnung, die ergänzend zur europäischen ODS Verordnung 1005/2009 Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, regelt und stellt so die nationale Ausgestaltung der EU-Regelung dar.

Synonyms: ChemOzonSchichtV

CO2-Äquivalente search for term

CO2-Äquivalente sind ein Maß für Emissionen von Treibhausgasen, welches CO2 als Vergleichswert hat. Dadurch sollen Treibhausgas-Emissionen relativ an ihrem Treibhauspotential dargestellt werden können. So kann erfasst werden, wieviel eine bestimmte Menge an Treibhausgasen, in Relation zur gleichen Menge von CO2, zum Treibhauseffekt beiträgt. Die CO2-Äquivalente beziehen sich immer auf einen bestimmten Zeitraum, z. B. 100 Jahre. Die Menge einer Substanz mal den GWP dieser Substanz ergibt also den CO2-Äquivalent.

13t R134a * 1.430(GWP 100 von R134a) = 18.590t CO2-Äquivalent.
Common Reporting Format search for term

Das Common Reporting Format besteht aus Inventartabellen, in die alle Treibhausgasemission aus allen Sektoren eines Staates eingetragen werden können. Dabei enthalten die Tabellen nicht nur die Aufschlüsselung nach Sektoren, sondern auch nach Gasen. Das CRF ist ein standardisiertes Format, das vom Klimasekretariat entwickelt und fortgeschrieben wird. Es ist ein wichtiges Instrument für die Emissionsberichterstattung. Jeder Annex-I-Vertragsstaat trägt seine Emissionen in die CRF-Tabellen ein. So ist eine Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet. Das Treibhausgas-Inventar eines Staates besteht auch den CRF-Tabellen und dem nationalen Inventarbericht. CRF-Tabellen

Synonyms: CRF

E

Emissionsberichterstattung search for term

Emissionsberichte enthalten Angaben über die Menge der national ausgestoßenen Treibhausgase in Tonnen und CO2-Äquivalenten. Im Rahmen internationaler Abkommen, wie der Klimarahmenkonvention, müssen diese Berichte regelmäßig von den Vertragsstaaten erstellt werden, damit die Emissionen kontrollierbar und vergleichbar sind. Durch die Klimarahmenkonvention wird nicht nur vorgeschrieben, welche Gase berichtet werden müsse, sondern auch die hierzu anzuwendenden Berechnungsgrundlagen. Die genaue Methodik, um Emissionsquellen zu ermitteln, wird international durch den  Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC Guidelines) entwickelt. National wird diese Methodik genauer ausgearbeitet und angepasst, da nicht in jedem Land zu jedem Sektor dieselben Informationen zur Verfügung stehen.

F

F-Gase search for term

Unter dem Sammelbegriff „F-Gase“ werden fluorierte Treibhausgase verstanden. Es handelt sich hierbei um die Stoffgruppen der HFKW und FKW, sowie SF6 und NF3. Die F-Gase unterliegen wegen ihrer hohen Treibhauspotenziale  der Klimarahmenkonvention und der F-Gase-Verordnung. Sie wurden zum Teil als Ersatzstoffe für ozonabbauende Substanzen entwickelt und werden heute u.a. als Kältemittel, Treibmittel, Lösemittel, Aerosole etc. eingesetzt.

Synonyms: fluorierte Treibhausgase

F-Gase-Verordnung 517/2014 search for term

Die F-Gase-Verordnung ist eine EU-Verordnung, welche Maßnahmen zur Vermeidung von Emissionen aus verschiedenen Anwendungen von fluorierten Treibhausgasen beinhaltet. Diese Maßnahmen sind z.B. Dichtheitsprüfungen für stationäre Kälte- und Klimaanlagen; die Rückgewinnung von gebrauchten Kältemitteln und anschließende Recycling-/ Wiederaufbereitungs- bzw. Zerstörungsmaßnahmen; Sachkunde und Zertifizierung von Personal und Unternehmen; Aufzeichnungspflichten; Kennzeichnungspflichten; Kontrolle der Verwendung von F-Gasen in einigen Anwendungen. Ein Hauptziel ist der „Phase Down“ der teilfluorierten Kohlenwasserstoffe, also die Schrittweise Reduzierung der in Verkehr gebrachten Menge dieser Stoffe.  Die erste F-Gase-Verordnung trat 2006 in Kraft (No.842/2006) und wurde 2011-2014 überarbeitet.

Synonyms: F-Gase-Verordnung

Fluorkohlenwasserstoffe search for term

Man unterscheidet bei Fluorkohlenwasserstoffen zwischen teilfluorierten- (HFKW) und perfluorierten Kohlenwasserstoffen (FKW). Teilfluorierte besitzen noch Wasserstoffatome, während bei Perfluorierten alle H-Atome durch Fluoratome ersetzt wurden. Dies geschieht während der Fluorierung, oder auch Halogenierung genannt. Die fluorierten Kohlenwasserstoffe dienen als Kältemittel und wurden als Ersatz für die Verbotenen FCKWs und Halone eingesetzt. Sie gehören zu den F-Gasen, wodurch sie unter die EU F-Gase-Verordnung fallen.

Synonyms: HFKW FKW

H

Hydrofluor-Olefine search for term

HFOs sind synthetische Kältemittel, die entwickelt wurden, um bisherige Kältemittel, wie R134a, zu ersetzen. Im Gegensatz zu den bisherigen Kältemitteln, werden HFOs in der Atmosphäre sehr viel schneller abgebaut und  haben somit ein weitaus niedrigeres Treibhauspotential. In der Autoindustrie wird das HFO R1234yf für die Klimaanlagen neuer Modelle verwendet, das einen GWP von 4 hat.

Synonyms: HFO

I

IPCC Guidelines search for term

Die IPCC-Leitlinien liefern Methoden zur Bewertung und Schätzung anthropologischer Emissionen. So können nationale Inventare anhand der Quellen und Senken von Treibhausgasen erstellt werden. Sie schließen in einer evolutionären Weise an vorherige Leitlinien (Revised 1996 Intergovernmental Panel on Climate Change Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories)  und die nachfolgenden good practice reports (IPCC Good Practice Guidance and Uncertainty Management in National Greenhouse Gas Inventories and IPCC Good Practice Guidance for LULUCF) an, um zu garantieren, dass so schnell wie möglich von den vorherigen zu den neuen Leitlinien über gegangen werden kann.

Die 2006 Guidlines umfassen fünf Bände:
Band 1: Allgemeine Richtlinien und Berichterstattung
Band 2: Energie
Band 3: Industrielle Prozesse und Produktnutzung
Band 4: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und andere Landnutzung
Band 5: Abfall

K

Kigali Vereinbarung search for term

Das „Kigali Amendment“- beinhalten unterschiedliche Zeitpläne für stufenweise Mengenbeschränkungen von HFKW in Industrie- und Entwicklungsländern und gilt für die Vertragsstaaten des Montrealer Protokolls. Für Industrieländer ist eine Reduktion des HFKW-Verbrauchs um 85 Prozent bis 2036 vorgesehen, wobei der erste Reduktionsschritt für die meisten Industrieländer bereits für 2019 festgesetzt ist. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer gelten differenzierte Reduktionspläne mit Zielen von 80 bzw. 85 Prozent für den Zeitraum von 2024 bis 2047. Bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen erhalten die Entwicklungsländer zusätzliche finanzielle Unterstützungen über den Multilateralen Fonds des Montrealer Protokolls.

Klimarahmenkonvention search for term

Die Klimarahmenkonvention ist ein internationales, multilaterales Abkommen der UN. Sie wurde 1992 beschlossen und trat 1994 in Kraft. Das Hauptziel liegt darin eine gefährliche anthropogene Störung des Klimas zu verhindern. Um dies zu erreichen soll durch das internationale Abkommen eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration erreicht werden. Das oberste Entscheidungsgremium der Klimarahmenkonvention ist die Vertragsstaatenkonferenz, zu der sich die Mitglieder Jährlich treffen. Aktuell haben 195 Staaten die Klimarahmenkonvention ratifiziert.

Synonyms: UNFCCC

Kyoto-Protokoll search for term

Das Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ist ein 1997 in Kyoto beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC). Ziel des Protokolls ist die Senkung des jährlichen Treibhausgas-Ausstoßes der Industrieländer innerhalb der sogenannten ersten Verpflichtungsperiode (2008–2012) um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990. Bis heute haben 191 Staaten das Kyoto Protokoll ratifiziert.  Die USA ratifizierten das Protokoll nie und Canada  zog seine Ratifizierung 2013 zurück.

Kältemittel search for term

Kältemittel sind Stoffe, die in Kältemaschinen den Wärmetransport übernehmen, z.B. in Klimaanlagen. Unterhalb der Umgebungstemperatur und bei niedrigem Druck nehmen sie Wärme auf und oberhalb  der Umgebungstemperatur und bei hohem Druck geben sie Wärme ab. Dabei durchlaufen sie Zustandsänderungen, Verdampfung und Verflüssigung. Im Gegensatz zu Kühlmittel können sie dadurch die Temperatur eines Gegenstands niedriger als die Umgebungstemperatur kühlen. Man unterscheidet zwischen „natürlichen“ und synthetischen Kältemittel. Natürliche Kältemittel sind beispielsweise Kohlenstoffdioxid oder Propan. Synthetische Kältemittel sind die F-Gase.

M

Measuring, Reporting, Verification search for term

Im Rahmen der Klimarahmenkonvention wurde sich auf die Regelungen der MRV geeinigt. Diese beinhalten allgemein, dass die Vertragsstaaten ihre national ausgestoßenen Treibhausgase messen (Measuring), diese in Berichten und Inventaren zusammenfassen (Reporting) und an internationale Stellen zur Prüfung und Analyse weitergeben (Verification). Die MRV-Regelungen dienen dazu die Emissionen der Staaten transparent zu machen und eine Kontrolle zu ermöglichen.

Synonyms: MRV

Montrealer Protokoll search for term

Das Montreal Protokoll ist ein multilaterales Umweltabkommen, das die Verwendung von ozonabbauenden Stoffen regelt. Hauptziel war der weltweite Ausstieg aus der FCKW-Produktion und -Verwendung. Das Protokoll wurde im September 1987 unterzeichnet und wurde bis 2006 von 191 Vertragsstaaten ratifiziert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Produktionsmenge an ozonschädigenden Stoffen um 95 % gegenüber 1987 gesenkt, weshalb es als sehr erfolgreiches internationales Abkommen gesehen wird. Heute wird darüber verhandelt, ob die stark klimaschädlichen HFKWs auch durch das Montrealer Protokoll reguliert werden sollen. Dies kommt zum einen in Frage, weil man eine historische Verantwortung für das Montrealer Protokoll sieht, da die HFKWs als Ersatz für die verbotenen ozonschädigenden Stoffe eingesetzt wurden. Zum anderen erscheint es sinnvoll, weil der gleiche Industriezweig betroffen ist, mit dem sich im Montrealer Protokoll schon lange auseinander gesetzt wurde.

N

Nationaler Inventarbericht search for term

Ein nationaler Inventarbericht ist ein Bestandteil des Treibhausgasinventars. In nationalen Inventarberichten werden regelmäßig und detailliert die Treibhausgasemissionen eines Staates dargestellt und berechnet. Außerdem werden die Methoden und Datenquellen erläutert, die zur Datenerhebung angewandt wurden. Diese orientieren sich an den  vom  Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) dafür entwickelten Methoden. Die Inventarberichte beziehen sich auf den Zeitraum der Inventartabellen.

Synonyms: NIR

Nichtregierungsorganisationen search for term

Nicht staatliche Organisationen, Institutionen, Vereine oder Gruppierungen, die international, national, regional oder lokal tätig sind, die nicht gewinnorientiert handeln, sondern im Interesse ihres speziellen Themengebiets. Nichtregierungsorganisation nehmen in internationalen Verhandlungen eine wichtige beratende Rolle ein. Sie stellen ihre Expertise zu Verfügung und stellen ein Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und den politischen Instanzen da. Sie konzentrieren sich auf ihr spezielles Interessengebiet, wie zum Beispiel Klima- und Umweltschutz oder Menschenrechte. Die Nichtregierungsorganisationen werden auch „NGOs“ genannt, vom englischen „non-governmental organisation“.

Synonyms: NRO NGO

O

ODS Regulation 1005/2009 search for term

Eine EU-Verordnung, die die Verordnung (EG) Nr. 2037/2000 ersetzt. Diese EU-Verordnung beinhaltet Regelungen zu Stoffen, die zum Abbau der Ozonschicht führen (ODS).  Sie setzt damit den rechtlichen Rahmen für die Einhaltung  von Verpflichtungen, die sich der EU als Vertragspartei des Montrealer Protokolls zukommen. Die Regelungen betreffen die Produktion, die Einfuhr, die Ausfuhr, das Inverkehrbringen, die Verwendung, die Rückgewinnung, das Recycling, die Aufarbeitung und die Zerstörung dieser Stoffe.

Synonyms: ODS Regulation

Ozonabbauende Substanzen search for term

Ozonabbauende Substanzen sind Substanzen, die sich in der Stratosphäre sammeln und dort Ozon abbauen. Es handelt sich in der Regel um Kohlenwasserstoffe, die ein oder mehrere Chlor- oder Fluoratome beinhalten. Die Halogenatome verbinden sich in der Ozonschicht mit freien Sauerstoffradikalen und verhindern bis zum Zerfall der eigenen stabilen Bindung die Entstehung neuer Sauerstoffradikale. Die ozonabbauenden Substanzen werden unter dem Montrealer Protokoll geregelt.  Es handelt sich hierbei um die Stoffgruppen der FCKW, der HFCKW, der Halone sowie Methylbromid, Tetrachlorkohlenstoff, Trichlorethan und Chlorbrommethan.

Synonyms: ODS

Ozonabbaupotential search for term

Eine relative Maßzahl, die das Potential eines Stoffes angibt die Ozonschicht abzubauen. Das Ozonabbaupotenzial eines ozonabbauenden Stoffes ergibt sich aus seinem ODP-Wert (Ozone Depletion Potential). Dieser gibt das Ozonabbaupotenzial relativ zu dem Ozonabbaupotenzial des Stoffes  Trichlorfluormethan (R 11) an.

Synonyms: ODP

P

Phase down search for term

Der Phase Down ist ein wichtiger Bestandteil der EU F-Gase-Verordnung. Der Phase Down bedeutet eine stufenweise Verringerung der Menge (in CO2-Äquivalenten) von in Verkehr gebrachten teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) auf dem EU-Markt gemäß eines festgelegten Reduktionsschemas. Als Basis der Berechnung (Baseline) dient der Durchschnitt der EU-weit in Verkehr gebrachten Menge zwischen 2009 und 2012. Im Jahr 2015 liegt die erlaubte Menge bei 100 % dieses Ausgangswertes. Bis zum Jahr 2030 soll eine stufenweise Reduktion auf 21 % erfolgen.

R

Revision der F-Gase-Verordnung 842/2006 search for term

Überarbeitung der F-Gase-Verordnung, die bereits bei der Erstellung der Verordnung vorgesehen war (Artikel 10).

Synonyms: Revision der F-Gase-Verordnung

Richtlinie 2006/40/EG (MAC-Richtlinie) search for term

EU-Richtlinie über Fahrzeugklimaanlagen (englisch: MAC Directive), die einen Ausstieg aus der Verwendung von Kältemitteln mit einem hohen Treibhauspotential in mobilen Klimaanlagen vorsieht. Bisher wurde das Kältemittel R134a für mobile Klimaanlagen genutzt (GWP=1430). Nach der Richtlinie dürfen die Kältemittel für die Klimaanlagen nur noch bis zu 150 GWP haben. Seit Januar 2011 gilt dies für alle neuen Fahrzeugmodelle. Ab Januar 2017 gilt die Regelung für sämtliche Neuwagen.

T

Treibhausgas-Inventar search for term

Treibhausgasinventare enthalten Informationen und Statistiken zu Treibhausgasemissionen von Annex-I-Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention. Treibhausgasinventare müssen laut der Klimarahmenkonvention regelmäßig aktualisiert und veröffentlicht werden. Sie bestehen aus einem Nationalen Inventarbericht (National inventory report, NIR) und Inventartabellen im Common Reporting Format (CRF).

Synonyms: Inventar

Treibhausgase search for term

Treibhausgase sind naturgemäß in der Atmosphäre der Erde zu finden. Sie bilden eine Schicht in der Atmosphäre, die die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen zum Teil am Austreten in den Weltraum hindert und die Kälte des Weltraums abblockt, und so Leben auf der Erde überhaupt ermöglicht. Dies nennt man den Treibhauseffekt, der auf der Erde für eine Durchschnittstemperatur von ca. 15 Grad sorgt. Allerdings werden seit der Industrialisierung einige Treibhausgase von Menschen „künstlich“ emittiert, zum Beispiel durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Die emittierten Treibhausgase nennt man „anthropogene Treibhausgase“. Der vermehrte Ausstoß von anthropogenen Treibhausgasen erhöht die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre in solchem Maß, dass sie undurchlässiger wird und so letztlich die Klimaerwärmung bewirkt. Die Klimaerwärmung birgt viele Gefahren für die internationale Gemeinschaft. Deswegen wurde international beschlossen die Emission der Treibhausgase zu senken.
Zu den anthropogenen Treibhausgasen gehören: Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), HFKW, FKW, Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).
Zu den wichtigsten natürlichen Treibhausgasen gehört auch Wasserdampf.

Treibhauspotenzial search for term

Das Treibhauspotenzial ist ein entwickelter Wert, der angibt, wie viel eine bestimmte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt, der Erwärmung der Erde, beiträgt. Der Wert wird auch als GWP (Global Warming Potential) bezeichnet und wird immer im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) gesehen (GWP=1). Der Wert beschreibt die Wirkung über einen bestimmten Zeitraum, der bei 20, 100 oder 500 Jahren liegen kann. Meist wird der GWP100 verwendet, der sich auf 100 Jahre bezieht. Welchen GWP einzelne Treibhausgase haben wird, wie im 4. Sachstandsbericht, durch den IPCC immer wieder neu berechnet und festgelegt. Zum Beispiel hat Schwefelhexafluorid (SF6) ein GWP 22800. Eine GWP-Liste ausgewählter Stoffe finden sie hier.

Synonyms: GWP

U

Umweltstatistikgesetz search for term

Das Umweltstatistikgesetz (UStatG) wurde 2005 erlassen und dient als rechtliche Grundlage zur Erhebung von Bundesstatistiken, die zum Zweck der Umweltpolitik und zur Erfüllung europa- und völkerrechtlicher Berichtspflichten eingesetzt werden.

Synonyms: UStatG

V

Vertragsstaatenkonferenz search for term

Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention. Alle Staaten, die Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention sind, nehmen an der COP teil. Die COP kontrolliert die Umsetzung der Klimarahmenkonferenz und stimmt über völkerrechtliche Verträge zu dieser Umsetzung ab, wie 2015 in Paris.

Synonyms: COP

Z

Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen search for term

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist die führende Organisation für die Entwicklung von Methoden, um den nationalen Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu bewerten. Er wurde von WMO und UNEP gegründet. Der Ausschuss ist ein wissenschaftliches zwischenstaatliches Gremium, das auf hunderte Wissenschaftler aus der ganzen Welt zurückgreift, die an der Entwicklung der Methoden teilhaben. In seinen Guidelines und Sachstandsberichten versucht der IPCC eine wissenschaftliche Basis für politische Entscheidungsträger zu schaffen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Berichte neutral bleiben. Der Ausschuss gibt in diesen Berichten keine Verpflichtungen vor, sondern zeigt lediglich Handlungsmöglichkeiten auf. Strukturell besteht der IPCC aus einer Vollversammlung, dem IPCC-Büro und dem Exekutivkomitee, denen das IPCC-Sekretariat unterstellt ist. Außerdem sind diesen Organen drei Working Groups, zu verschiedenen Themen, und eine Task Force für die nationalen Treibhausgasinventare untergeordnet.

Synonyms: IPCC

Ö

Ökodesign search for term

Ökodesign meint einen Ansatz zur Gestaltung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten. Dies bezieht sich auf Produktion, Nutzung und auch die Entsorgung, Also den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.

Produktion: Ein möglichst umweltfreundlicher Verlauf und Verwendung von nachhaltigen Stoffen.
Nutzung: Möglichst effizient. Keine schnelle Abnutzung, niedriger Energieverbrauch.
Entsorgung: Bestenfalls kann das Produkt recycelt werden. Ansonsten sollte eine umweltfreundliche Entsorgung möglich sein.

Im Oktober 2009 trat die Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist es, dass mehr umweltfreundliche und effiziente Produkte auf den europäischen Markt kommen und ineffiziente Produkte verdrängt werden. Dies soll durch Mindesteffizienzanforderungen erreicht werden. Beispielhaft dafür stehen die Effizienz-Label für Produkte, die mit dem Energieverbrauch in Verbindung stehen.