Implementierung der überarbeiteten EU F-Gase-Verordnung Nr. 517/2014

Auftraggeber: 
EU-Kommission (GD Klima)
Projektdauer: 
Bis 2018

Öko-Recherche arbeitet für die EU Kommission (Generaldirektion Klimapolitik) bis 2018 an einer Reihe von Aufgaben zur Implementierung der überarbeiteten EU F-Gase-Verordnung Nr. 517/2014.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Analyse von Alternativen in der Gewerbekälte: Für Gewerbekälte-Zentralanlagen >40 kW gilt ab 2022 ein Verbot von direkt-verdampfenden Kältemitteln mit einem GWP >150 (Annex III der neuen F-Gase-Verordnung). Wir haben untersucht, welche technischen Optionen zur Einhaltung dieser Vorgaben von Herstellern und Anwendern genutzt werden und warum.  Die Einordnung und Bewertung basieren auf Rückmeldungen von Herstellern, Serviceunternehmen und Anwendern durch einen von uns entworfenen Fragebogen. Den Bericht der EU Kommission zu diesem Thema finden Sie hier.
     
  • Monitoring von Preisen für HFKW: Es wird angenommen, dass es durch Maßnahmen der revidierten F-Gase-Verordnung Nr. 517/2014 zu Steigerungen der Preise für HFKW kommt. Besonders der so genannte „Phase Down“, nämlich schrittweisen Mengenbeschränkungen für HFKW in der EU, und einzelne Verbote könnten zu Preisveränderungen beitragen. Wir untersuchen, ob diese Entwicklung tatsächlich so stattfindet und inwieweit einzelne HFKW Preissteigerungen unterworfen sind.

    Das HFKW-Preis-Monitoring führt Arbeiten zur historischen Preisentwicklung eines noch laufenden Vertrages fort, sieht aber eine deutlich umfassendere Betrachtung vor. In Kooperation mit dem  Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe und Verbänden in anderen europäischen Ländern werden Preisinformationen an verschiedenen Punkten der HFKW-Lieferkette erhoben. Hierzu wird sowohl für Serviceunternehmen, als auch für Hersteller (bzw. OEMs) ein Fragebogen zur Verfügung gestellt.
     

  • Analyse der Mechanismen für Quotenvergabe und Autorisierungen: Der in der überarbeiteten F-Gase-Verordnung verankerte "Phase Down" wird seit 2015 durch ein Quotensystem umgesetzt. Daran nehmen Firmen teil, die HFKW auf den EU-Markt bringen wollen. Wir waren in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut mit einer Analyse der bisherigen Erfahrungen mit der Quotenvergabe, Autorisierungen, identifizieren Problemen und Verbesserungsvorschlägen befasst. Den Bericht der EU Kommission zu diesem Thema finden Sie hier.